Praktikum mit Unterbrechung: Kein Anspruch auf Mindestlohn

Dominik Leipold

Nach dem Mindestlohngesetz haben Praktikanten keinen Mindestlohn-Anspruch,
wenn sie das Praktikum zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder für die Aufnahme eines Studiums leisten und es eine Dauer von drei Monaten nicht übersteigt.

In einem vom Bundesarbeitsgericht (BAG-Urteil vom 30.1.2019, Az. 5 AZR 556/17)
entschiedenen Fall verlangte die Praktikantin den Mindestlohn, weil die Höchstdauer
überschritten worden sei. Nach Ansicht des Gerichts sind aber Unterbrechungen innerhalb des zeitlichen Rahmens möglich, wenn – wie vorliegend – die Praktikantin
hierfür persönliche Gründe hat und die einzelnen Abschnitte zusammenhängen.

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