Defence Readiness
Erfolgreicher Markteintritt in die Verteidigungsindustrie
Unter Defence Readiness verstehen wir die Fähigkeit eines Unternehmens, die strategischen, kommerziellen, organisatorischen und regulatorischen Voraussetzungen für einen wirtschaftlich tragfähigen Markteintritt in die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) zu schaffen und sich dort nachhaltig zu positionieren.
Die geopolitischen Entwicklungen der vergangenen Jahre führen zu einem grundlegenden Wandel wirtschaftlicher und industrieller Rahmenbedingungen in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Der Verteidigungshaushalt 2026 umfasst mehr als 108 Milliarden Euro aus dem regulären Verteidigungshaushalt und dem Sondervermögen Bundeswehr. Ein wesentlicher Teil dieser Mittel fließt in Beschaffungs-, Entwicklungs- und Modernisierungsvorhaben sowie in die dafür erforderlichen Unterstützungsleistungen und bildet damit die Grundlage für zahlreiche Aufträge entlang der industriellen Wertschöpfungskette. Bis 2029 sollen die Verteidigungsausgaben weiter deutlich ansteigen und voraussichtlich rund 152 Milliarden Euro erreichen, wobei der Aufwuchs nicht gleichmäßig über die einzelnen Jahre verteilt erfolgt.
Steigende Verteidigungsbudgets, neue Beschaffungsprogramme sowie eine verstärkte Modernisierung militärischer Systeme führen zu einer nachhaltigen Ausweitung des Marktes. Gleichzeitig entstehen neue Ökosysteme entlang der Wertschöpfungskette, in denen sowohl etablierte Unternehmen als auch neue Marktteilnehmer eine zentrale Rolle einnehmen können.
Dabei setzt der Zugang zum Verteidigungsmarkt nicht zwingend ein wehrtechnisches Produkt voraus. Im Rahmen des Operationsplans Deutschland bereitet die Bundeswehr die Aufnahme, Verlegung und Versorgung eigener sowie alliierter Kräfte im Bündnisfall vor und greift hierfür in zahlreichen Bereichen auf Leistungen der zivilen Wirtschaft zurück. Gefragt sind unter anderem Kompetenzen in den Bereichen Logistik, Infrastruktur, Energieversorgung, IT- und Cyber-Dienstleistungen, Instandhaltung, Ersatzteilversorgung und Ausbildung.
Vor diesem Hintergrund wird eine strukturierte Vorbereitung, „Defence Readiness“, zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Ziel ist es, die bestehende Organisation systematisch zu analysieren, Potenziale und Eintrittsbarrieren zu identifizieren sowie einen realistischen Markteintrittspfad abzuleiten. Dabei geht es nicht nur um die Erfüllung regulatorischer Anforderungen, sondern insbesondere um die strategische Positionierung innerhalb des Defence-Ökosystems.
1. Defence Readiness Selbstcheck
Der Einstieg erfolgt über einen personalisierten Defence Readiness Selbstcheck. In einem strukturierten Fragenkatalog werden Strategie, Technologie, Organisation, Finanzierung, Security & Compliance sowie bestehende Markt- und Partnerbeziehungen analysiert.
Ergebnis:
Ein belastbares Ergebnis kann auch lauten, dass sich der Einstieg für dieses Unternehmen nicht rechnet.
Auch das kann ein valides Ergebnis sein – und als bewusste unternehmerische Entscheidung am Ende einer Defence-Readiness-Untersuchung wertvoller als ein Markteintritt, der Ressourcen bindet und keinen Ertrag trägt.
2. Definition der Zielrolle im Verteidigungs-Ökosystem
Auf Basis der Ergebnisse wird analysiert, welche Rolle innerhalb der Verteidigungs-Wertschöpfungskette am besten zur Ausgangssituation des Unternehmens passt.
Je nach Technologie, Leistungsfähigkeit und Marktzugang können Unternehmen beispielsweise als:
erfolgreich im Markt positioniert werden.
Die Rollen unterscheiden sich erheblich in ihren Zugangsvoraussetzungen. Wer Fertigungs- und Prüftechnik an Unternehmen der Verteidigungsindustrie liefert, wird über deren Lieferantenfreigabe zugelassen und kann zivile Referenzen unmittelbar einbringen. Für Komponenten und Subsysteme im militärischen Endprodukt gelten Qualifikations- und Nachweispflichten, die Entwicklungszeit und Investitionen binden. Die Wahl der Zielrolle hat damit erheblichen Einfluss auf Aufwand, Vorlaufzeit und Investitionsbedarf des Markteintritts.
3. Mapping des Verteidigungsmarkts
Im nächsten Schritt erfolgt die Analyse des relevanten Marktumfelds.
Dabei werden:
systematisch identifiziert und bewertet. Ziel ist es, die attraktivsten Marktsegmente sowie mögliche Zugangswege zum Verteidigungsmarkt transparent darzustellen.
4. Markteintrittspfad & Roadmap
Abschließend werden die Ergebnisse konsolidiert und in konkrete Maßnahmen überführt.
Hierbei werden insbesondere folgende Fragestellungen beantwortet:
Das Ergebnis ist eine strukturierte Defence Readiness Roadmap mit konkreten Handlungsempfehlungen.
Unsere Strategy & Financial Advisory unterstützt Unternehmen bei der strukturierten Analyse ihres Verteidigungs-Potenzials, der Entwicklung geeigneter Markteintrittsstrategien sowie der Identifikation konkreter Markt-, Partner- und Wachstumsmöglichkeiten. Ziel ist es, Chancen frühzeitig zu erkennen, Risiken zu minimieren und eine belastbare Grundlage für eine erfolgreiche Positionierung im Verteidigungsmarkt zu schaffen.
E-Mail: Johannes.Bachl@kittl-partner.de
Telefon: +49 (991) 32 01 38-740

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